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Historische Höfe und viel Landschaft: Köln Esch

Posted by Petra Schulten on 12. Dezember 2017
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Der Stadtteil Esch/Auweiler im Nordwesten gehört seit 1975 zu Köln. Doch schon viel früher, vor rund tausend Jahren, bestand eine enge Beziehung zur nahen Stadt. Der Grund und Boden gehörte Kölner Stiften und Klöstern sowie Kölner Patriziern. Immer schon wurde hier Landwirtschaft betrieben und so ist teilweise heute noch. Wer stadtnah wohnen möchte und gleichzeitig das Landleben und eine dörfliche Gemeinschaft liebt, ist in Köln Esch gut aufgehoben.

Mit einem kleinen Spaziergang ist Esch gut zu erkunden. Zwei Buslinien binden das Örtchen an den Rest von Köln bzw. an das zu Pulheim gehörende Sinnersdorf an. Die Haltestelle Chorbuschstraße befindet sich zentral im Ort an einer Wiese, die zu einem der zahlreichen Höfe gehört. Wir gehen auf das wunderhübsche denkmalgeschützte Gebäude Ecke Griesberger Straße zu (die alte Schmiede), bewundern die schönen Fensterläden (siehe Foto) und biegen rechts in die genannte Straße ein. Auf beiden Seiten liegen wunderbare Hofgebäude – fünf davon ebenfalls denkmalgeschützt.

Wir folgen der Straße, die nun Frohnhofstraße heißt und biegen am Kirchberg rechts ein. Obwohl die Kirche wirklich sehenswert ist, empfiehlt sich ein Blick nach rechts, denn hier befindet das erste Schulhaus des Ortes. Es wurde 1834 als einklassige Schule vom Vikar der Kirche und einem Erbpächter des banachbarten Fronhofes errichtet.

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Nun zur Kirche St. Martinus: Ihre älteste erhaltene Bausubstanz stammt aus dem 11. Jahrhundert, sie wurde jedoch immer wieder erweitert und umgebaut. Sehr idyllisch ist der umliegende Friedhof, und direkt an der Kirche befinden sich besonders schöne alte Grabstätten.

Von hier aus bieten sich mehrere Strecken an für eine Wanderung an. In östlicher Richtung gelangt man bald zu den beiden Escher Seen, um die ein Rundweg führt. Von dort aus gibt es einen Weg nach Auweiler oder man spaziert an diversen weiteren Baggerseen vorbei bis nach Bocklemünd. Richtung Norden verlässt man Esch alsbald, unterquert die A 57 und gelangt zu einem dichten Wäldchen, in dem das Wasserwerk Weiler versteckt liegt. Richtung Westen liegt das mittlerweile schön restaurierte Rittergut Orr. Egal, für welchen Weg man sich entscheidet, überall kann man kilometerweit über Felder schauen und es bieten sich viele Wander- und Radwege an.

Gehen wir dagegen die Frohnhofstraße Richtung Westen weiter, so sehen wir das namensgebende Gehöft, ebenfalls ein Baudenkmal mit einem sehenswerten Wohntrakt aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. Es bietet sich an, einmal quer durch den westlichen und südlichen Teil von Köln Esch zu schlendern und die vielen unterschiedlichen Häuser zu betrachten, vornehmlich Einfamilienhäuser aus den letzten sechs bis sieben Jahrzehnten. Im Südwesten liegt auch die zweite katholische Kirche: St. Mariä Namen aus den 1960er Jahren.

Über den Amselweg und die Martinusstraße, ein Fußweg, gelangen wir dann über die Felder in den zweiten Ortskern, Auweiler – ebenfalls ein ausgesprochen hübsches ehemaliges Dorf.

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