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Grüne Oase zwischen Weidenpesch und Longerich – Naturschutzgebiet Am Ginsterpfad

Veröffentlicht von Petra Schulten auf 29. Mai 2017
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Zwischen Weidenpesch und Longerich ist es grün, sogar sehr grün. Hier befindet sich erst einmal im Süden der Nordfriedhof mit seinem großen Baumbestand und direkt daran schließt das Naturschutzgebiet Am Ginsterpfad an. Durchstreift man es  zum ersten Mal, kann man sich kaum vorstellen, dass danach die dichte Bebauung Kölns weiter geht, man wähnt sich am Stadtrand.

Das Gebiet ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Rund um eine ehemalige Kiesgrube darf das Gelände nicht betreten werden. Kaum zu glauben, aber in den 1950er und 60er Jahren wurden diese Becken zur Hausmüllentsorgung genutzt. Heute ist davon nichts mehr zu sehen, stattdessen haben Kammermolch und Wechselkröte diese Gewässer und die Umgebung als Lebensraum angenommen, ebenso wie zahlreiche Insekten und andere Tiere sowie viele Pflanzen.

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Überall sonst darf man herumlaufen. Der namensgebende Ginsterpfad ist sogar asphaltiert. Hunde sollten natürlich an der Leine geführt werden. Im Nordosten werden Ackerflächen landwirtschaftlich genutzt.

Im Süden und Westen gibt es ein mittlerweile selten gewordenes Phänomen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden wegen der großen Wohnungsnot oft Grundstücke günstig an heimatlose Menschen verpachtet, die dann ohne Baugenehmigung dort kleine Häuser errichteten. Eine Kölner Ziegelei vergab ihr Land am Heckpfad an Kölner Bürger und heute leben dort teilweise schon in dritter Generation Menschen, während die meisten dieser wilden Siedlungen in anderen Teilen Deutschlands längst abgeschafft wurden. Vermutlich hat die Idylle aber bald ein Ende, denn in den letzten Jahren wurde die Siedlung endlich nicht nur ans Wasser- sondern auch das Abwassernetz der Stadt angeschlossen. Die Bewohner sollen den Anschluss der jeweiligen Häuser selbst zahlen, wollen dies jedoch nur tun, wenn ihnen das weitere Wohnrecht dort zugesichert wird. Derweil werden die Häuser, deren Bewohner gestorben oder weggezogen sind, versiegelt, damit niemand dort einziehen kann.

Im Nordwesten befindet sich der Pferdeschutzhof, genauer der Kölner Schutzhof für Pferde, Tierschutz und Umwelt e. V. Obwohl der Verein mit etlichen Unbillen zu kämpfen hat, sorgt er seit nunmehr fast 30 Jahren für Pferde und Ponys, die aus schlechter Haltung kommen. Mal ist es die Stadt, die das Gelände nicht länger verpachten will, mal ist es Brandstiftung, aber immer wieder finden sich Unterstützer und der Hof kann überleben. Nicht nur Pferde finden dort ein Zuhause oder werden weiter vermittelt, auch Hunden, Katzen und gelegentlich mal Ziegen und anderen Tieren wird geholfen.

Im Norden schließt sich über den Pfad Auf dem Ginsterberg noch ein Park ein, der quer durch Longerich bis zur Militärringstraße und dem großen Grüngebiet dahinter führt – vielleicht eine Idee für eine Wanderung oder Radtour vom Nordfriedhof bis zum Fühlinger See?

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