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Ein Streifzug durch das historische Worringen

Posted by Petra Schulten on 24. September 2018
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Das historische Worringen – dazu fällt Kölnern und Düsseldorfern erst einmal nur eines ein: die Schlacht von Worringen im Jahr 1288. Diese blutige Schlacht, die wohl tausende von Menschenleben forderte, lebt in den Köpfen der Rheinländer bis heute weiter. Sie soll auch der Grund für die bis heute andauernde „Feindschaft“ zwischen Kölnern und Düsseldorfern sein. Allerdings weiß niemand so recht, warum genau. Oder ist die Ursache doch eher die Frage, ob Kölsch oder Alt besser schmeckt?

Die Schlacht von Worringen war zwar sehr brutal, am Ende jedoch gingen sowohl Kölner Bürger als auch die Düsseldorfer zufrieden nach Hause (soweit sie überlebten). Denn sie hatten gegen den Erzbischof von Köln gewonnen, so dass die Kölner fortan viel mehr über ihre eigene Stadt bestimmen konnten und die Düsseldorfer einige Monate später das Stadtrecht erhielten.

Genauso wenig wie dieses Ereignis den Konkurrenzkampf zwischen Köln und Düsseldorf begründete, stammen die eingemauerten Steinkugeln in dem wunderschönen und gut erhaltenen früheren Zollhaus aus der Schlacht. Das wird gern behauptet, sie fand aber viel weiter südlich statt. Das alte Zollhaus befindet sich an der Ecke Neusser Landstraße und St.-Tönnis-Straße. Die Kriegshandlungen wurden vielmehr auf der Fühlinger Heide ausgetragen, einer Gegend südöstlich vom Worringer Bruch. Solche Kugeln wurden dort außerdem gar nicht verwendet. Die Inschrift über der Tür deutet auf den Bau oder Umbau des Hauses im Jahr 1700 hin, zeigt die Initialen des Besitzers Goddert Müller und die 8B ist vermutlich nachträglich hinzugefügt worden, möglicherweise eine Hausnummer. Außerdem ist ein Zeichen zu sehen, das ein Mühleisen darstellt, denn zum Haus gehörte auch eine Windmühle, die an der jetzigen Hackenbroicher Straße stand.

Gegenüber, an der alten Worringer Kirche, die zu einem Wohnhaus umgebaut wurde, fand früher der Kram- und Gemüsemarkt statt. Auch eine Kirmes wurde veranstaltet.

In der St.-Tönnis-Straße befinden sich weitere alte Gebäude. Der Name dieser Straße deutet auf den Heiligen St. Antonius hin. Hier befindet sich der Fronhof, der bereits im 13. Jahrhundert hier seinen Sitz hatte. Die Stallungen wurden zu seniorengerechten Wohnungen umgebaut. Das Amtsmannhaus, das 1707 mehr oder weniger in seiner heutigen Form errichtet wurde, kann man für Festlichkeiten mieten. Viele weitere denkmalgeschützte Gebäude säumen heute noch die St.-Tönnis-Straße, z. B. noch eine Hofanlage und die ehemalige Knabenschule.

Unser Spaziergang durch das historische Worringen führt uns nun über die Hackenbroicher Straße und den Mühlenweiher zum Rhein. Der Worringer Hafen war einmal sehr bedeutsam, es wurden große Schiffe mit Getreide und Gemüse beladen, viele Holzflöße und Fischerboote legten jeden Tag an und ab. Erst wurden die Schiffe auf Leinpfaden mit Pferden gezogen, später gab es Dampfschiffe. Übrigens waren die Worringer Taucher im ganzen Land bekannt, sie wurden gerufen, wenn irgendwo schwierige Unterwasser-Tätigkeiten notwendig waren.

Von hier aus empfehlen wir entweder einen Spaziergang am Rhein entlang oder zurück nach Worringen, um sich weiter umzusehen, oder die Heimfahrt anzutreten. Die S-Bahn-Linie 11 hält im Südwesten Worringens und von Chorweiler aus fährt die Bus-Linie 120 durch Worringen.

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